Rumänien Rundfahrt im neuen 4×4 Wohnmobil „Schredder“

Seit März haben wir an unserem neuen Wohnmobilausbau gearbeitet. Nur unterbrochen von zwei Messebesuchen, die gleichzeitig erste Tests für das Fahrzeug mit dem „Kampfnamen“ Schredder waren.

Warum überhaupt Schredder, fragst Du Dich jetzt bestimmt. Naja, damit wollen wir eben um die Welt schreddern 😉

Die erste Messe, die Abenteuer Allrad in Bad Kissingen war der erste Test-Ausflug. Bis dahin hatten wir die Möbel schon weitgehend, bis auf die Fronten fertig. Also in der Woche vorher eingebaut. Da wir die Möbel einkleben, so richtig fest mit Sikaflex 221 war die Freude auf der Messe groß, als wir feststellten, dass die Boxen, die wir als Schubladen nutzen wegen 3 mm nicht passten – oder zu genau passten. Die 3 mm sollten als Spiel vorhanden sein. Waren sie aber nicht 🙁

Also haben wir nach der Messe einen Tag damit verbracht die Küche wieder herauszuschneiden und sie mit 3 mm Distanzstücken und ein paar anderen Verbesserungen wieder einzukleben.

Mitte Juli auf der Adventure Southside ging alles schon viel besser, das Expeditionsmobil war richtig bewohnbar. Noch ein paar Veränderungen, der dritte Sitz und auch die alten Sessel austauschen, Wassertank Nr. 2 und die Führungsschienen für das Quad …

Noch schnell das Weltenbummler-Treffen mitgenommen – Wohnt sich schon richtig gut 🙂

Anfang August war es endlich soweit. Abfahrt in Richtung Osten.

Wir nahmen uns vor jeden Tag ca. 500 Km hinter uns zu bringen.

Tag 1 Deutschland Autobahn, schwitzen eine Klimaanlage wäre schon was. Übernachtung im Bayrischen Wald, ein Bergdorf mit Hotel und frische kühlere Luft.

Tag 2 Österreich; erst mal die GoBox holen, Neuland für uns. Die Go-Box dient zur Messung der gefahrenen Strecke auf den Autobahnen. Alle paar Kilometer steht eine Mautbrücke, so ein graues Gestell mit allerlei elektronischen Geräten. Die GoBox lässt durch einen Piepton hören, dass wir registriert sind.

Maut in Österreich für schwere WoMos nur mit Go-Box

Erhältlich ist sie in Tankstellen mit dem Schild „Go-Vertrieb“. Man muss die Daten angeben, mit Fahrzeugschein und je nach Anzahl der Achsen und Emissionsklasse zahlt man einen Betrag pro Kilometer. Genaue Infos und den Kostenkalkulator dazu gibt es unter https://www.go-maut.at/.

Als Nicht-Österreicher erwirbt man die Box für fünf Euro und lädt sie dann auf, wir zahlten 100 EUR ein. Das geht mit Kreditkarte oder bar. Dann bekommt man die Box mit Anleitung und klebt sie an die Windschutzscheibe.

Die Box kann nicht geliehen werden, man kauft sie und sie funktioniert ein Jahr ab der letzten Aufladung. Rückgabe ist möglich, dann wird sie entsorgt. Das Guthaben wird ausgezahlt, der Kaufpreis nicht. Wird die Box länger als ein Jahr nicht genutzt, verfällt eventuelles Guthaben.

Gefahren sind wir von Schärding bis Wels auf der Landstraße, dann Autobahn bis kurz vor Neusiedl und von dort zur Grenze. Auf dem Rückweg ebenso. Das hat 125 Euro Maut gekostet, bei Schadstoffklasse 0 und zwei Achsen.

In Neusiedl haben wir einen Freund besucht und beim Schulzentrum übernachtet. Dort ist es in den Ferien ziemlich ruhig und kaum Verkehr 😉

Tag 3 Ungarn

Der Neusiedler See liegt bereits in der pannonischen Tiefebene, die auch Ungarn beherbergt. Die Maut in Ungarn ist deutlich günstiger, eine zehn-Tage Vignette kostet für Wohnmobile 19 Euro (Stand 2018). Man bekommt sie gegen Bares an der Grenze oder online unter https://www.virpay.hu. (Preis inzwischen gestiegen)

Die Fahrt durch die Tiefebene ist nicht sehr abwechslungsreich um nicht zu sagen langweilig, aber die Autobahnen sind super, optimal um Ungarn in einem Rutsch zu durchqueren.

Endlich in Rumänien

Die Autobahnmaut für Rumänien ist noch günstiger, Eine 90 Tage Vignette für Wohnmobile kostet ca. 9 Euro.

Nach den drei Tagen Hitze und Autobahn wollten wir nur noch auf einen Campingplatz und einen Tag ausruhen.

Mit frischer Energie ging es zwei Tage später weiter in Richtung Süden. Wir wollten nach Timisoara um eine SIM Karte fürs Internet zu erstehen und ein bisschen was einkaufen. Leider ist die Einfahrt in die Stadtmitte für über 3,5 Tonnen gesperrt, daher war Sightseeing schon Mal gestrichen. Im Randbereich von Timisoara allerdings gibt es Shopping Center wie in jeder größeren Stadt und kein Wunsch blieb offen.

SIM Karte für Internet in Rumänien

Die Firma orange kennen wir aus Frankreich, also ging es in den ersten Handyshop neben dem Supermarkt zum Preise erkunden. Das Sommer-Angebot mit 30 GB Internet und 6 GB Bonus gab es für super günstige 5 Euro. Lediglich das Aktivieren der Karte war für mich schwierig ohne die Rumänische Sprache. Aber der freundliche Verkäufer war sich nicht zu schade, mir das mal eben einzurichten. 1:0 für Rumänien – Genial.

Ab in die rumänischen Karpaten

Weiter ging es in Richtung Berge, wir wollten in die Karpaten Richtung Retezat Nationalpark. Natur erleben und aus der Hitze des Tieflandes entfliehen war das Ziel. Von Temeschwar richteten wir uns nach Osten und nach einiger Zeit kamen die ersten Berge in Sicht. Im WoMo Reiseführer war ein kleiner See mit Stellplätzen auf der grünen Wiese beschrieben, den wir als Ziel auserkoren. Wir fanden einen schönen Platz direkt am See-Ende mit relativ wenig Stechmücken. Hier wehte immer ein Wind, der die Hitze mitsamt den Plagegeistern mit sich nahm.

Hier konnte Felix seine Angel auswerfen und die Fische ärgern. Leider blieb der Grill leer, zumindest was die schwimmenden Gesellen anging. Wir machten unsere Wanderschuhe mit Rumänischem Boden bekannt und erkundeten die Umgebung.

Die nächste Etappe führte uns nach einer Stippvisite der Donau zur Transalpina, der westlichen Karpaten-Überquerung.

Karpaten und Retezat Nationalpark

Die Transalpina ist ein beliebtes Highlight in Rumänien. Aussichtsreiche Strecken und Kurven locken Motorradfahrer wie auch Auto-Touristen an. Wanderer nutzen die Parkplätze als Ausgangspunkt für Höhenwanderungen.

Camp am Fluss Muresch, Die Wehrkirche von Valea Viilor, Sighisoara

Nach dem Retezat Nationalpark wollen wir ein paar Tage für uns sein, Felix möchte Angeln und ich meine online Geschäfte checken und Büroarbeiten machen. So suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen am Ufer des Flusses Muresch. Hier gibt es auch viel Natur zu sehen. Bienenfresser machen ziemliches Getöse, ein Wespennest direkt neben uns ist in einem ehemaligen Mäusebau. Enten ziehen ihre Bahnen auf dem Wasser und im Morgengrauen bezieht ein Eisvogel seinen Ansitz am Ufer vor dem Wohnmobil.

Schlammvulkane und Meer

Besuch der Burgruine Cetatea Rupea, Die Schlammvulkane Vulcanii Noroiosi de la Pâclele Mici und Rumäniens Schwarzmeerküste.

Donau-Delta Moldawien und eine Wanderung im Cealau Nationalpark

Schaffen wir es im Donau Delta bis ganz an die Küste zu fahren?

Kurz-Besuch zum Tanken in Moldawien oder wie die Einheimischen sagen Moldau.

Wandern im Cealau Park zur Cabana Pietrele.

Den Gratis-Kurs zum Wohnmobil Selbstausbauen findest Du hier: https://womoselbstausbauen.com/

Übernachtungsplätze und unsere Punkte von Rumänien herunterladen

Unsere Übernachtungsplätze, gefahrenen Strecken und Punkte kannst Du hier herunterladen:

Tourdaten Rumänien als gpx (mit rechts klicken und Ziel speichern unter).

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